MAD MAX: Fury Road | Keiner hat was zu saufen, dafür gibt es reichlich Sprengstoff

 

   MAD MAX: Fury Road ist ein staubiger, trockener Wüsten-Road-Movie, zu dem wir salziges Popcorn und einen großen Becher Wasser empfehlen. Dann rasen wir eine Stunde nach Westen, um in der zweiten Stunde (ups… war doch die falsche Richtung) zurück Richtung Osten brettern. Irgendwo muss die Freiheit doch sein… Uppsie! Ach ja, auf dem Weg von ‚da’ nach ‚dort’ und von ‘dort’ nach ‘da’ wird alles, was fahren kann, extrem genial geschrottet.

 FRD-DS-00668Oldtimer-Fan? Nein, Tom Hardy sprengt Klassiker lieber in die Luft…

    Und was macht Mad Max? Mad Max beschränkt sich in den ersten 40 Minuten des Films sehr eindrucksvoll auf grundtonale Grunzinterpretationen und kehlige Grummelantworten. Jaaa, da steht der Film in der Reihe glorreicher Filme wie Rambo, Resident Evil oder Terminator. Da wird nicht viel geredet, da wird viel getötet.
Auf der sozial-emotionalen Ebene macht sich Max als edler Blutspender gleich mehrfach nützlich, natürlich prüft niemand die Blutgruppe…! Eigentlich kann man seine Rolle im Film als bis überflüssig erachten, wäre da nicht der Name. Irgendwie möchte man ahnen, dass er irgendwann auch über seine Grunztöne, seine soziale Ader (wunderbares Wortspiel) hinauswachsen wird, denn der Film heißt ja schließlich Mad Max und nicht ‘Frauen, die durch die Wüste fahren’. Manchmal spricht die Action eben ihre eigene Sprache.

In der grandiosen postapokalyptischen ‘Mad-Max‘-Welt, in der keiner auch nur eine Schluck zu saufen hat, gibt es demgegenüber Waffen, Sprengstoff, Raketen zu Hauf und reichlich Benzin für zusammengekloppte V8-Motoren, um Vollgaszerstörung zu zelebrieren.

ABGEFAHREN! Ehrlich!
Mad Max nimmt keinerlei Rücksicht auf irgendwas. Nicht auf Minderheiten, nicht auf Frauen, nicht auf Ökonomie und schon gar nicht auf Menschenleben! Was fährt, wird geschrottet. Was lebt, wird getötet. Alles andere wird einfach beiläufig zerstört. So einfach ist das.

FRD-DS-00029Max ist nur eine lebende Blutkonserve.

   Protagonist Max, alias  ist anfänglich nur eine lebende Blutkonserve für einen genmanipulierten War Boy, einem irrsinnigen Kampfburschen des allmächtigen Immortan Jack, dem Warlord dieses wasserlosen Wüstenabschnitts. Der wahre Star des Films ist wohl doch eine Frau. Charlize Theron, als kahlgeschorene (gemeint ist das Haupthaar) Furiosa, zeigt wozu die Damenwelt unter entsprechendem Leidensdruck fähig ist. Sie kann, fährt und zerstört alles gekonnter als alle Männer zusammen und hat auch noch hehre Ziele. Die Errettung einiger zauberhaften Mädchen, a la Germany next Topmodel.

FRD-02064r Charlize Theron macht auch nur mit einem Arm eine super Figur.

 

Für wen lohnt sich Mad Max: Fury Road?
Für alle Benzinjunkies, Explosionsfanatiker, abgedrehte Autokonstruktionsliebhaber, aber erste recht für Fans perfekter Kameraeinstellungen und Liebhaber von genialsten Masken und Kostümen! Millers Sinn für Endzeit zeigt hier extreme Detailverliebtheit und geistreiche Ideen.

Für wen nicht?
Alle Kinogänger, die eine echte Story, einen Plot und einen Sinn im Film benötigen, die sind hier definitiv falsch. Warum? Beginne den Tex nochmals oben!

FAZIT | Millers Mad Max: Fury Road gibt uns doch irgendwie Hoffnung, dass es trotz allem irgendwie weitergeht. Trotz extremen Mangel an Wasser, Essen und allem anderen wird es doch nie langweilig… wenn man einen doppelt-gekoppelten V8-Tankwagen-Truck mit ordentlicher Bewaffnung sein eigen nennen darf.

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Autor | Wolfgang K. Elges & Stefan Frese

Fotos | www.madmaxmovie.com

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